Drei Flöze an der Ruhr-Universität Bochum

Geostop 53 der GeoRoute Ruhr

Max-Imdahl Straße, Bochum

Der Aufschluss befindet sich ganz im Westen des Geländes der Ruhr-Universität Bochum zwischen dem Gebäudetrakt G der Geisteswissenschaften und dem Parkhaus West. Die Universitätsgelände ist über die U-Bahn Haltestelle"Ruhr-Universität" zu erreichen.

Die Ruhr-Universität Bochum wurde ab 1962 im Süden von Bochum errichtet.  Das gestalterische Konzept, das der Gestaltung des riesigen Universitäts-Campus zu Grunde lag, sollte sich an die Vorstellung eines Hafens anlehnen. Die einzelnen Hochhäuser der verschiedenen Fakultäten liegen wie Ozeandampfer an den verbindenden Anlegebrücken; von hier aus soll das Wissen in die Welt hinaus gelangen.

Für die Geologen interessant ist, dass im Untergrund des Uni-Geländes die gefalteten Schichten des flözführenden Karbons mit ihren Kohleflözen dicht unter der Oberfläche anstehen und bei Bauarbeiten immer wieder freigelegt werden. Ein solcher Aufschluss wurde im Westen des Uni-Geländes dauerhaft erhalten.

In einer kleinen Klippe treten hier Sandsteine, Schluff- und Tonsteine der Unteren Bochumer Schichten zu Tage, in die drei dünne Kohleflöze eingelagert sind.

Die drei Flöze gehören zur Flözgruppe Schöttelchen, die hier auf der Nordflanke des Stockumer Hauptsattels mit etwa 60° nach Nordwesten einfallen. In den Schichten über den Flözen finden sich mitunter fossile Pflanzenreste, unter den Flözen ist ein Wurzelboden ausgebildet. Hier haben die Wurzeln der Bäume, die das Waldmoor bildeten, aus dem dann die Flöze hervorgingen, das ursprüngliche Bodengefüge zerstört.

Eine Hinweistafel erläutert den Aufschluss. Sie ist zugleich der Startpunkt des Bergbauwanderwegs Ruhr-Uni des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V., Arbeitskreis Bochum.

(Dr. Volker Wrede)

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