Karstquelle Löwenspring

Kölner Straße 160, Ennepetal

Die Karstquelle Löwenspring  befindet sich in Ennepetal, im Westen des  Stadtteils Milspe, auf einem Grundstück an der Kölner Straße 160 (von Ennepetal kommend auf der rechten Straßenseite). Die nächste Bushaltestelle (Heilenbecker Straße) liegt an der Kölner Straße, etwa 100 m von der Quelle entfernt in Richtung Ennepetal.

Mit einer Schüttung von etwa 30 Liter pro Sekunde ist der Löwenspring die größte Karstquelle des Ennepe-Ruhr-Kreises. Es gibt zwei Wasseraustritte. Die Hauptquelle liegt auf der rechten, die Nebenquelle auf der linken Seite. Das Wasser der Hautquelle entstammt einer unter dem Bahndamm liegenden Brunnenstube. Ein Färbeversuch hat gezeigt, dass ein Teil des Wassers hier aus der weiter westlich gelegenen Versickerung der Rahlenbecke stammt. Da dort aber nur ca. 6,5 Liter pro Sekunde versickern, muss der größte Teil des Wassers aus noch unbekannten Hohlräumen im angrenzenden Mönkerberg stammen. Die Nebenquelle hat keine Verbindung zur Rahlenbecke. Die Herkunft des Wassers ist unbekannt.

Der Löwenspring  liegt innerhalb der Honsel-Schichten, die im unteren Mitteldevon  vor ca. 385 Millionen Jahren unterhalb der Massenkalk-Schichten entstanden sind. Sie bestehen überwiegend aus Feinsandsandsteinen, in denen tonig-siltige Lagen und Schichten aus Korallenkalken eingelagert sind. Die Quelle befindet sich, wie die Kluterthöhle,  in der unteren Riffkalkplattform, die im Liegenden auf Rotschiefer beginnt und  maximal 12,5 m mächtig ist.

Die völlig verschüttete Karstquelle wurde im Jahr 2015 von Stefan Voigt bei Bauarbeiten durch Zufall entdeckt. Noch im selben Jahr konnte  sie  freigelegt und saniert werden. Die Einweihung fand am 13.11.2015 statt. Ihren Namen erhielt die Quelle nach Julius Löwen, dem Urgroßvater des Entdeckers, der früher unweit der Quelle eine Gesenkschmiede betrieben hatte.

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