Steinbruch Klosterbusch

Geostopp 55 der GeoRoute Ruhr

Im Lottental, Bochum

Zwischen Kemnader See und der Ruhr-Universität, südlich des botanischen Gartens, befindet sich ein großer, nicht frei zugänglicher Steinbruch. Führungen werden vom Umweltamt der Stadt Bochum, der VHS Bochum oder dem GeoPark Ruhrgebiet angeboten. Von derRuhr Universität kommend, zweigt unmittelbar vor der Zeche Klosterbusch ein Weg zum Steinbruch nach links ab. An der Zeche Klosterbusch befindet sich auch eine Bushaltestelle (Botanischer Garten).

Der Aufschluss wird nach einem zwischen städtischen Stellen, Nutzern, Naturschutzeinrichtungen und dem Geopark abgesprochenen Nutzungskonzept gepflegt, das einen vorbildlich gelösten Interessensausgleich zeigt. Die nach Süden ausgerichteten Wände und Halden werden durch die Sonne stärker und schneller erwärmt als das Umfeld. Dadurch entsteht ein extrazonales Biotop mit Tieren und Pflanzen, die sich an anderen Stellen im Stadtgebiet nicht halten können. Voraussetzung dafür ist, dass der Aufschluss nicht durch Bäume verschattet wird. Durch entsprechende Maßnahmen bleiben auch die geologische Abfolge und die Strukturen sichtbar.

Der Steinbruch erschließt einen ca. 100 m umfassenden Abschnitt aus dem Oberkarbon (Witten-Formation) vom Liegenden des Flözes Geitling 2 bis ins Hangende des Flözes Finefrau-Nebenbank. Die Schichten zeigen nicht nur das gesamte Spektrum typischer Gesteine des Ruhrkarbons, sondern vermitteln auch einen Eindruck von deren Abfolge. In struktureller Hinsicht zeichnet der Steinbruch durch die Umbiegung des Stockumer Hauptsattels aus. Besonderheiten sind Gerölllagen im Finefrau-Sandstein und der Anschnitt eines ehemaligen Abbaus.

(Manfred Brix, Gabriele Wolf)

Zeche Klosterbusch

Geostopp 56 der Georoute Ruhr

In der Nähe des Steinbruchs Klosterbusch, an der Lottentalstraße, befand sich die von 1918 bis 1961 betriebene Zeche Klosterbusch. Der tiefste Schacht der Zeche erreichte eine Teufe (Tiefe) von 600 m. Die hier im Lottental zu Tage geförderten Kohlen wurden mit einer Seilbahn über das Ruhrtal nach Herbede transportiert, wo sich die Kohlenwäsche befand, das heißt die Aufbereitungsanlage, wo Kohle und mitgefördertes Nebengestein getrennt wurden. Sie lag direkt an der Eisenbahnstrecke, über die der Versand der Kohlen erfolgte. Von der Grube haben sich noch eine Reihe typischer Gebäude erhalten, so z.B. das ehemalige Verwaltungsgebäude, eine Maschinenhalle und auf der gegenüberliegenden Seite einige Wohnhäuser.

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Exkursionen und Führungen

VHS Bochum
Stadt Bochum

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