Rohstoffland Ruhrgebiet. Geologie zum Anschauen

Die Fläche des GeoParks Ruhrgebiet umfasst ca. 4.500 Quadratkilometer
Die Fläche des GeoParks Ruhrgebiet umfasst ca. 4.500 Quadratkilometer

lautet der Slogan des GeoParks Ruhrgebiet. Es gibt in Deutschland nur wenige Landschaften, in denen sich der Zusammenhang zwischen den natürlichen Gegebenheiten und ihrer ökonomisch-kulturellen Entwicklung so deutlich aufzeigen lässt.

Geologische Übersichtskarte
Geologische Übersichtskarte

Die intensive Rohstoffgewinnung und die morphologische Situation des Ruhrgebietes haben zum Entstehen zahlreicher geologischer Aufschlüsse geführt, die nicht nur die Schichten des kohleführenden Oberkarbons erfassen, sondern große Abschnitte der Erdgeschichte vom Devon bis zum Quartär repräsentieren.

Der GeoPark Ruhrgebiet liegt auf der Grenze zwischen den deutschen Mittelgebirgen und dem norddeutschen Flachland.

Ruhrtal bei Hattingen, Witten
Ruhrtal bei Hattingen, Witten
Infotafel im Deilbachtal, GeoRoute Ruhr
Infotafel im Deilbachtal, GeoRoute Ruhr
Zeche Zollern, Dortmund
Zeche Zollern, Dortmund
fossiler und heutiger Farn
fossiler und heutiger Farn

Der Süden ist geprägt durch die idyllische Mittelgebirgslandschaft des Ruhrtals. Dort liegt die Wiege des Steinkohlenbergbaus im Ruhrrevier, wo die Kohle vielerorts bis an die Tagesoberfläche reicht.


Über 20 geologische und bergbauhistorische Wanderwege, vernetzt mit der 185 km langen GeoRoute Ruhr, weisen auf die wertvollen Bodenschätze und Geschichte des ehemaligen Bergbaus hin.

Nördlich der Ruhr bewegt sich der Besucher in einer pulsierenden Stadt-an-Stadt-Landschaft mit bedeutenden Sehenswürdigkeiten aus der Glanzzeit der Montanindustrie: Zechenanlagen und Kokereien wie die UNESCO-Welterbestätte Zeche Zollverein in Essen oder die Zeche Zollern in Dortmund laden heute in einmalige Räume für Museen, Messen, Musik, Literatur und Kunst ein. Auch ehemalige Bergehalden erstrahlen in neuem Gewand und präsentieren sich als künstlerisch gestaltete Landmarken wie die Halde Hoheward in Recklinghausen mit weiter Aussicht.

Mit dem Übergang vom mittleren Ruhrgebiet in das Münsterland verschwindet allmählich der Ballungsraum und es beginnt das eher ländlich geprägte Münsterland. Die weite Landschaft im Norden des GeoParks ist von den Ablagerungen der Kreidezeit und der Eiszeiten geprägt. Eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur ermöglicht lange Radtouren zu bedeutenden geologischen und kulturellen Ausflugszielen.

Die GeoPark-Landschaft im Ruhrgebiet ist facettenreich: Geologie und Industriekultur, Hochöfen und Naturerlebnis oder Zechen und Kulturevents. Der Wandel der Metropole ist in vollem Gange und der GeoPark Ruhrgebiet ist ein Teil davon!


Nachtigallstollen, Witten
Nachtigallstollen, Witten
Bleierz, Zeche Auguste Victoria
Bleierz, Zeche Auguste Victoria

Wertvolle Bodenschätze

Vielfalt und Bedeutung der Bodenschätze spielen im GeoPark eine zentrale Rolle: Die Steinkohle war sicher der wichtigste, aber keineswegs der einzige Bodenschatz, der das Ruhrgebiet prägt(e):

Erze für die Hüttenindustrie, Salz für den Ernährungssektor, Salz als Streusalz und Chemierohstoff oder Kies und Sand für die Bauindustrie repräsentieren die Bedeutung der hier vorkommenden Rohstoffe.

Kontakt & Infos

GeoPark Ruhrgebiet e.V.