Quiz mit Antworten 2015

24. Dezember

Die Dechenhöhle in Iserlohn ist eine der meistbesuchten Schauhöhlen in Deutschland. Die Tropfsteinhöhle hat sich in Massenkalk aus dem Devon gebildet. Im GeoPark Ruhrgebiet gibt es noch eine weitere, für Besucher zugängliche, Tropfsteinhöhle. Wie heißt sie?

  1. Kluterthöhle
  2. Heinrichshöhle
  3. Attahöhle
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: geoPark Ruhrgebiet

Antwort: 2

Die Kluterthöhle ist keine Tropfsteinhöhle und die Attahöhle ist zwar eine solche, liegt jedoch nicht im Bereich des GeoParks Ruhrgebiet. Hier geht es zu den Internet-Seiten der Heinrichshöhle.

23. Dezember

Vor 35 000 Jahre lagerten sich an der Emscher lehmige Schichten ab, auf den zahlreiche Tiere der Eiszeit ihre Spuren hinterließen.  Beim Bau des Emscher-Klärwerks in Bottrop-Wellheim wurde diese Fährtenplatte freigelegt. Von welchem Tier stammen die beiden unteren Fährtenabdrücke?

  1. Mammut
  2. Löwe
  3. Höhlenbär
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 1

Ja, es gab Löwen im Ruhrgebiet, zumindest während der Eiszeit. Mammuts und Höhlenbären liefen damals auch herum, hinterließen jedoch auf der Fährtenplatte in Bottrop keine Spuren. Dafür findet man dort auch noch die Fährten von Rindern, Rentieren und einem Wolf. Die Fährtenplatte kann im Museum Quadrat in Bottrop besichtigt werden.

22. Dezember

Diese Höhle im Sandstein liegt am Kaisberg in Hagen-Vorhalle. Wie ist sie entstanden?

  1. durch Einschluss eines Dinosauriers, der sich inzwischen zersetzt hat
  2. durch ein großes Stück Treibholz aus der Steinkohlezeit, welches längst verwittert ist
  3. durch Kohlensäureverwitterung
Foto: V. Bartolović
Foto: V. Bartolović

Antwort: 2

Der Kaisberg-Sandstein stammt aus dem Karbon, Dinosaurier gab es ab der Trias, also erst nachdem das Gestein entstanden war. Kohlensäureverwitterung führt zwar zur Höhlenbildung, betrifft jedoch Kalkstein und nicht Sandstein. 

21. Dezember

Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Dahlhauser Tiefbau in Bochum-Dahlhausen kann  man das Kohleflöz Wasserfall sehen. Warum schlägt es einen so merkwürdigen Haken?

  1. Bergleute haben das Flöz teilweise abgebaut und haben dann, als sie merkten, dass die Kohle  sehr unrein war, das Material wieder unsortiert zurückgeschaufelt.
  2. Eine geologische Störung hat den oberen Teil des Flözes vier Meter weit nach Osten versetzt. 
  3. Die oberste Bodenschicht war während der eiszeitlichen Auftauphasen ins Fließen geraten und hat das Flöz umgebogen.
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 3

Das Flöz Wasserfall ist tatsächlich unrein und wurde daher nicht abgebaut. Der Name Wasserfall deutet darauf hin, dass es viel Wasser führt. Mehr zum Flözaufschluss in den Geopark News 1/2014, S. 4

20. Dezember

Der knapp  160 Meter hohe Stimberg in Oer-Erkenschwick besteht aus harten und widerstandsfähigen Quarziten, die langsamer verwittert sind als die Umgebung. Sie lagerten sich einst im Meer der Kreidezeit als Sande ab und wurden später durch im Grundwasser enthaltene Kieselsäure verfestigt. Welches Material ähnelt dem Quarzit in chemischer Hinsicht?

  1. Glas
  2. Porzellan
  3. Zement
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 1

Herkömmliches Fensterglas wird aus Sand hergestellt und besteht trotz unterschiedlicher physikalischer Eigenschaften, wie Quarzit, fast ausschließlich aus Siliziumdioxyd (SiO2). Mehr zum Stimberg-Quarzit in den Geopark News 2/2014, S. 13

19. Dezember

In diesem Steinbruch im Deilbachtal in Essen, kann man auf den ersten Blick sehr viele Fossilien entdecken. Wovon stammt dieser Abdruck?

  1. von Saurierkrallen
  2. von einer Fischflosse
  3. von einem Stück Holz
Foto: K. Schüppel
Foto: K. Schüppel

Antwort: 3

Im Steinbruch Deilbachtal kann man überall fossile Drifthölzer sehen. Ein Besuch lohnt und man kann sich dabei auch gleich die Kulturlandschaft Deilbachtal anschauen. Mehr Informationen hier …

18. Dezember

Der Sandstein, hier im Steinbruch Ebberg in Schwerte-Westhofen, ist in unterschiedlichen Rottönen gefärbt. Was lässt sich zu dieser Färbung sagen?

  1. Die weltweit verbreitete Flechte Usnea purpurea ist für die Färbung verantwortlich.
  2. Die Färbung entstand durch Verwitterung vom im Gestein enthaltenen Eisenmineralien.
  3. Gesteine dieser Färbung findet man ausschließlich in der geologischen Formation des Rotliegenden.
Foto: V. Wrede
Foto: V. Wrede

Antwort: 2

In anderen Worten: der Stein ist gerostet. Usnea purpurea gibt es nicht, das Rotliegende schon. Rotes Gestein entstand aber auch in anderen Erdzeitaltern und ist ein Hinweis auf heißes Klima.

17. Dezember

Dieser 3 cm große Abdruck eines Geißelskorpions wurde im Steinbruch der ehemaligen Ziegeleigrube in Hagen-Vorhalle gefunden. Zu welcher Tiergruppe gehört der kleine Kerl?

  1. zu den Insekten
  2. zu den Spinnentieren
  3. zu den Krebstieren
Foto: L. Koch
Foto: L. Koch

Antwort: 2

In dem Steinbruch in Hagen-Vorhalle wurden bei Ausgrabungen rund 16 000 Fossilien sichergestellt, darunter auch eine urtümliche Libelle von gut 30 cm Länge. Einige davon können im Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen angeschaut werden. Mehr zu dem Skorpion in den Geopark News 1/2012, S. 18

16. Dezember

Dieser Tertiärquarzit liegt an der Freilichtbühne in Mülheim. Er entstand aus verfestigten Sanden der Tertiärzeit, etwa gleichzeitig mit der Braunkohle. Wie sind die merkwürdigen Löcher in den Stein hineingekommen?

  1. durch Säbelzahnkatzen
  2. durch Bohrmuscheln
  3. durch Baumwurzeln
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 3

In diesem Fall ist das Wurzelmaterial schneller verwittert als der übrige Stein und ausgewaschen worden. Auch Bohrmuscheln können Löcher in Steinen verursachen. Säbelzahnkatzen hingegen, sind nicht als Steinbeißer bekannt.

15. Dezember

Im Steinbruch Frömern in Fröndenberg liegen Gesteine, die im Meer der Kreidezeit abgelagert wurden (im Bild hell) unmittelbar über Sandstein aus der Karbonzeit (im Bild dunkel und mit Moos bedeckt). Gesteine aus welchen geologischen Zeitaltern könnten theoretisch dazwischen liegen, fehlen jedoch hier?

  1. Perm, Trias und Jura
  2. Trias, Jura und Tertiär
  3. Devon, Perm und Jura
Foto: M. Hiß
Foto: M. Hiß

Antwort: 1

Reihenfolge der Erdzeitalter:  … Devon - Karbon – Perm – Trias – Jura – Kreide – Tertiär – Quartär. Die Schichten aus den drei Zeitaltern fehlen, weil sie bereits vor der Kreidezeit wieder abgetragen wurden.

14. Dezember

Eine Gesteinsfalte wie diese, am geologischen Aufschluss am Schiffswinkel in Herdecke, nennt der Geologe:

  1. Kofferfalte
  2. Taschenfalte
  3. Rucksackfalte
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 1

Kofferfalten sind Gesteinsfalten, die nicht spitz zulaufen, sondern durch seitlichen Druck zu nahezu rechteckigen Profilen geformt wurden. Mehr zum Aufschluss Schiffswinkel in den Geopark News 1/2009, S. 4

13. Dezember

Diese Struktur im Gestein im alten Steinbruch Huxholls-Siepen in Essen-Schuir ist eindeutig ein Fossil. Doch um was für ein Fossil handelt es sich?

  1. um einen Schachtelhalm
  2. um Kot eines Ursauriers der Gattung Ichniotherium
  3. um das Gehäuse eines Orthoceratiten (ein Kopffüsser)
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 1

Wer den alten Steinbruch besucht, kann übrigens neben weiteren Schachtelhalmfossilien auch Fossilien von Farnen und Siegelbäumen aus dem Oberkarbon entdecken.  Er liegt, abseits des Weges in der Nähe des Reiterhofs am Rutherweg 17. Koordinaten:  N 51°23.025', E 06°58.462'

12. Dezember

Dieses Relief zeigt den ehemaligen Reichspräsidenten Hindenburg und wurde von dem Künstler Gustav Oehler im Oktober 1930 in diese Sandsteinwand in Witten-Bommern geschlagen. Wie heißt der Sandstein aus dem Oberkarbon, der auch für viele Gebäude im Ruhrgebiet  verwendet wurde weil er ein hervorragendes Baumaterial ist.

  1. Flözsandstein
  2. Buntsandstein
  3. Ruhrsandstein
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 3

Flözsandstein gibt es nicht, Buntsandstein ist eine Gesteinsabfolge in der Trias-Zeit. Sie enthält vorwiegend rot gefärbten Sandstein, der jedoch im GeoPark Ruhrgebiet an der Erdoberfläche nicht vertreten ist.

11. Dezember

Das Bild zeigt einen „Eiskeil“. Wann entsteht eine solche Struktur im Boden?

  1. wenn sich Flugsand und Löss über längere Zeit in eine Gletscherspalte ansammeln
  2. wenn ein Gletscher den Boden unter sich zusammen schiebt und dieser Falten wirft
  3. wenn eine Spalte im Boden durch gefrierendes Wasser aufgeweitet und anschließend mit Sand und Kies verfüllt wird
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 3

Der Eiskeil stammt übrigens aus der Sand- und Kiesgrube Spickermann in der Kirchheller Heide in Bottrop.

10. Dezember

Dieser Aufschluss in Witten-Heven zeigt ein Kohleflöz und darüber eine Sandsteinbank. Wie heißt das Gestein, das unter dem Kohleflöz liegt? Es ist das dritte im Bunde der kohleführenden Schichten im Oberkarbon.

  1. Mergelstein
  2. Tonstein
  3. Schiefer
Foto: E. Wührl
Foto: E. Wührl

Antwort: 2

Tonstein wird übrigens zur Herstellung von Ziegeln verwendet und daher ebenfalls abgebaut.

9. Dezember

Diese Rheingerölle wurden in Wesel-Bislich fotografiert. Sie stammen aus unterschiedlichen Gebieten von Deutschland und wurden während der Eiszeit über Flüsse an den Niederrhein transportiert und dort abgelagert. Welches Mittelgebirge kommt als Herkunftsgebiet NICHT in Frage?

  1. Harz
  2. Hunsrück
  3. Schwarzwald
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 1

Schwarzwald und Hunsrück liegen beide im Einzugsgebiet des Rheins, nicht so der Harz. Weil die Steine über Flüsse transportiert wurden, konnten aus dem Harz daher keine Steine in den Rhein gelangen.

8. Dezember

Ein etwa 300 000 Millionen Jahre altes Farnfossil aus der Karbonzeit neben seinem lebendigen Verwandten. Die Fossilien welcher heute noch existierenden Pflanzen findet man häufig in Gesteinen derselben Zeit?

  1. Mammutbäume
  2. Sumpfgräser
  3. Schachtelhalme
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 3

Damals gab es im Ruhrgebiet Farne, bis zu baumgroße Schachtelhalmgewächse sowie Schuppen- und Siegelbäume (Bärlappgewächse). Mammutbäume und Gräser entwickelten sich erst viel später.

7. Dezember

Diese Gesteinsfalte findet man im Steinbruch der ehemaligen Ziegelei in Hagen-Vorhalle. Wie würde ein Geologe diese Art von Falte NICHT nennen?

  1. Sattel
  2. Spitzwinkel
  3. Antiklinale
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 2

Die Ausdrücke beziehen sich auf eine nach oben gebogene Falte. Eine nach unten gebogene Falte nennt man Mulde oder Synklinale.

6. Dezember

Dieser Granit-Findling wurde während der Eiszeit von Gletschern aus Skandinavien nach Essen transportiert. Aus welchen drei Mineralien besteht Granit?

  1. Feldspat, Quarz und Olivin sind meist in Graniten drin.
  2. Wie man weiß ist der Granit aus Feldspat, Quarz und Apatit.
  3. Feldspat, Quarz und Glimmer, das vergess ich nimmer.
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 3

Weil Granit sehr tief in der Erde entstanden ist und langsam abkühlte, kann man die einzelnen Mineralien mit dem bloßen Auge erkennen.

5. Dezember

Das Felsenmeer in Hemer ist der Sage nach dadurch entstanden, dass Riesen die Felsenburg einer Zwergengemeinschaft geplündert und die steinerne Decke zum Einsturz gebracht haben. Was hat tatsächlich zu seiner Entstehung geführt?

  1. Ansammlung von eiszeitlichen Findlingen in einer Senke
  2. Hangrutschungen und Bergstürze
  3. Kalksteinverwitterung
Foto: A. Gawlik
Foto: A. Gawlik

Antwort: 3

Das Felsenmeer besteht aus devonischen Massenkalken aus denen sich im Tertiär durch Kalksteinverwitterung eine so genannte Karstlandschaft bildete. In den Eiszeiten wurde sie mit Löß bedeckt und anschließend durch Abtragung wieder freigelegt. Mehr zum Felsenmeer in den Geopark News 1/2010, S. 16

4. Dezember

Seit die Wände der Kluterthöhle in Ennepetal gereinigt und mit einer neuen Beleuchtung versehen wurden, kann man dort überall Fossilien entdecken. Was ist hier neben Stromatoporen, einer den Schwämmen zugeordneten und ausgestorbenen Tiergruppe, noch zu sehen?

  1. eine fossile Qualle
  2. eine fossile Koralle
  3. ein fossiler Farn
Foto: K. Schüppel
Foto: K. Schüppel

Antwort: 2

Die Wände der Kluterthöhle gehören zu einem versteinerten Korallenriff aus dem Devon. Farn hat dort nichts zu suchen und fossile Quallen sind sehr selten, da sie kein festes Skelett haben. Mehr zu der renovierten Höhle in den Geopark News 1/2015, S. 9

3. Dezember

Diese Bild stammt aus der Sandgrube Achterberg bei Kempen am Niederrhein. Hier haben eiszeitliche Gletscher Lagen von Ton, Sand und Kies übereinander geschoben und zusammen gestaucht (Stauch-Endmoräne). Wie oft sind die Gletscher während der Eiszeit bis an Rhein und Ruhr vorgedrungen?

  1. einmal, während der Saale-Kaltzeit
  2. zweimal, während der Weichsel- und der Saale-Kaltzeit
  3. dreimal, während der Weichsel-, der Saale- und der Elster-Kaltzeit
Foto: J. Klostermann
Foto: J. Klostermann

Antwort: 1

Den GeoPark Ruhrgebiet haben die eiszeitlichen Gletscher nur einmal besucht und zwar in der Saale-Kaltzeit, der mittleren der drei Kaltzeiten, vor 250000 Jahren.

2. Dezember

Diese Rippelwand ist im Steinbruch Weuste in Sprockhövel-Haßlinghausen aufgeschlossen. Worum handelt es sich bei der Wand?

  1. um einen fossilen Gewässerboden mit Wellenrippeln
  2. um einen fossilen Wüstenboden mit Windrippeln
  3. um einen fossilen Waldboden mit Stauchungsrippeln
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

Antwort: 1

Stauchungsrippeln gibt es nicht und im Oberkarbon, als das Gestein entstand, war das Klima im Ruhrgebiet feucht-warm und keinesfalls ein Wüstenklima.

1. Dezember

Diese kleine Pfote gehört zu der fossilen Fährte eines Ursauriers aus der Karbon-Zeit. Spaziergänger haben sie im Oktober 2012 zufällig in der Nähe des Kemnader Stausees gefunden. Um was für ein Tier hat es sich wohl gehandelt?

  1. Um einen Ichtyostega, eines der ersten Wirbeltiere, das  zeitweise auf dem Land lebte
  2. Um ein Ichniotherium, ein  Bindeglied zwischen Amphibien und Reptilien
  3. Um ein Iguanodon, einen Dinosaurier der fast weltweit verbreitet war
Foto: GeoPark Ruhrgebiet
Foto: GeoPark Ruhrgebiet

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Antwort: 2

Der Ichthyostega lebte früher (Oberdevon), das Iguanodon später (Unterkreide). Das Ichniotherium ist ein Vorfahre aller höheren Wirbeltiere (Säugetiere, Dinosaurier, Vögel). Mehr dazu in den Geopark News 1/2013, S. 7